Erster Ausflug…Tanga: Sonne, Strand, Meer :)

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Jambo!

So,jetzt gibt’s mal wieder einen Blogeintrag. Ich war ja am Wochenende in Tanga am Meer. Samstag frueh haben wir uns am Busbahnhof hier in Moshi getroffen. Gefahren bin ich mit Adelina (meiner Betreuerin) und einem deutschen Paerchen, das erst seit ca. einer Woche hier ist. Um 7.30 Uhr haben wir uns getroffen. Losfahren sollte der Bus eigentlich um 8 Uhr, aber das mit deer afrikanischen Zeit ist immer so ein Ding. Endgueltig losgekommen sind wir dann um 8.30 Uhr. Busfahrten hier sind schon ein Erlebnis und nicht so meins, muss ich sagen. Die Strassen sind halt, selbst wenn sie geteert sind, nicht so der Hammer und die Fahrer fahren wie die gesengten Saeue…Und zwar in der Regel immer, egal mit welchem Gefaehrt sie unterwegs sind. Meine Gasteltern fahren Gott sei Dank nicht so krass.
Naja, wir haben ueberall angehalten, u.a. auch mit einer kurzen Mittagspause, wo wir uns was zu essen kaufen konnten. Wir drei Deutschen haben natuerlich fast den Bus verpasst, weil der dann schon im fahren war und wir ihm hinterherrennen mussten. Wir wollten eigentlich nur auf Adelina warten, weil die noch was kaufen wollte und haben aber nicht bemerkt,dass sie dann im Anschluss zum Bus gegangen ist…Gott sei Dank haben wir ihn noch bekommen 😉

Der Bus hat total lange gedauert, Adelina meinte anfangs was von 5 1/2- 6 Stunden, da waren wir dann nach ca. 7 Stunden, um halb 4. Sind dann erstmal zu unserem Hotel. Das war ok, nicht das sauberste, aber ich bin da ja nicht so. Was aber wirklich toll war: Wir hatten Meerblick. Richtig toll. Sind dann erstmal runter zum Strand, der leider nicht so wirklich toll war, also nichts zum Hinlegen und faulenzen, aber das Meer war toll. Waren dann ewig im Meer. Ausserdem kam dann noch Marie, eine Suedafrikanerin Mitte 50, die vor mir einen Monat in meiner Gastfamilie gewohnt hat. Ziemlich beeindruckende Frau. Mittlerweile arbeitet sie ein halbes Jahr in ihrer Firma in Suedafrika und nimmt sich dann jedes Jahr ein halbes Jahr frei, um im Rest Afrikas Freiwilligenarbeit zu leisten. Dieses Jahr war Tansania an der Reihe,momentan ist sie an der Kueste, bevor es in ein paar Wochen wieder heim geht. Mit ihr haben wir dann im Restaurant direkt neben unserem Hotel gegessen. Ich hab Prawns gehabt. 🙂 Endlich mal wieder richtig gutes Seafood. 🙂 Ausserdem haben wir beschlossen, dass wir nicht am Sonntag den letzten Bus nehmen,sondern Montagmorgen gleich den ersten, um 6 Uhr.

Am Sonntag sind wir dann schon frueh los und zu einer deutschen Auswanderin gefahren. Mit ihr sind wir dann zu einem Creek gefahren, dort ins Wasser und haben uns dann durch die Stroemung treiben lassen, ungefaehr eine Stunde bis ins Meer. Das war richtig toll. So viel schoene unberuehrte Natur. Ganz viele Mangroven und viele Voegel. Sibylle lebt seit 20 Jahren in Tanga und hat irgendwann einfach angefangen, ein wenig auszukundschaften. Da da halt auch sonst keine Leute sind (ausser in Meernaehe dann einheimische Fischer, die ihren Boote bauen), ist das halt noch wirklich wilde Natur.:)
Zurueck sind wir dann an Land gelaufen., durch viel Matsch und teilweise mussten wir uns unseren Pfad auch suchen da er schon fast wieder zugewachsen war. Das war richtig toll und abenteuerlich. Bei Sibylle konnten wir dann auch kurz duschen und ein wenig was trinken, bevor wir in die Stadt gefahren sind, um zu Mittag zu essen. Tanga war wie ausgestorben, es hatte auch nur dieses eine Restaurant geoeffnet. Dort hatten wir dann auch eine Begegnung der besonderen Art, naemlich mit Amis. Und sorry, aber das waren richtige Amis. Wir sind gerade einmal rein gegangen und dann kam der eine schon auf uns zu und hat gefragt, wo wir herkommen wuerden. Und waehrend wir gegessen haben, kam er nochmal ein paar Mal und hat uns Fragen gestellt und versucht,mit uns zu reden…Ich verstehe generell nicht, warum manche immer, wenn sie andere Wazungu (Weisse) treffen, so ausflippen teilweise. Gut, in Tanga trifft man vielleicht nicht soo viele, hier in Moshi sind es wegen des Kilimanjaros doch einige. Aber trotzdem.

Nach dem Mittagessen hatte ich dann meinen ersten grossen Schock meiner Reise,denn ich brauchte Geld. Ich hatte nur meine Kreditkarte dabei, meine EC-Karte habe ich in Moshi gelassen, zur Sicherheit, falls irgendwas weg kommt. Ende des Liedes: ich habe an mehreren Geldautomaten kein Geld bekommen mit meiner Kreditkarte!! Das sind Aussichten, wenn man nurnoch 30 000 TSH, umgerechnet ca. 15 Euro, im Geldbeutel hat und kein Geld bekommt. Hab dann meine Eltern angerufen und festgestellt, dass kein Geld drauf ist. Yay! Adelina hat mir dann Geld geliehen, Gott sei Dank.

Nachdem wir uns ein bisschen ausruhen konnten im Hotel, sind wir dann am spaeten Nachmittag noch mit einem kleinen Boot nach Toten Island gefahren, eine Insel, die direkt vor unserem Hotel liegt. Diese Insel ist ziemlich zugewachsen. Wir hatten Gott sei Dank einen Guide dabei, der uns dann ueber ein paar Ruinen zu den Ueberresten eines deutschen Friedhofs gebracht hat. Die Graeber sind alle von Kolonialisten aus dem spaeten 19. Jahrhundert. Einige sind noch relativ gut erhalten,andere hingegen total ueberwachsen. Generell wird die ganze Insel nicht gut in Schuss gehalten und ohne Guide haetten wir unseren “Pfad” ueber Stock und Stein auch nie gefunden. Anschliessend waren wir noch im weniger begruenten Teil der Insel im Wasser. Der Strand auf Toten Island ist viel schoener als der auf dem Festland. Fuer richtig schoene Straende muss man wohl noch ein Stueckchen weiter suedlich fahren.

Abends waren wir dann noch ein Hotel anschauen und haben dann dort auch gegessen. Ich hab natuerlich mal wieder Seafood gegessen.:) Anschliessend sind wir noch in die Stadt gefahren in eine Bar. Dort gab’s Livemusik,die auch echt toll war. Aber wir waren alle ganz schoen muede und deswegen sind wir gegen 23 Uhr wieder zurueck ins Hotel.

Die Nacht war auch kurz, denn wir wollten um 5.30 Uhr los zum Busbahnhof. Leider war unser Taxifahrer nicht da, Adelina musste dann einen anderen anrufen, der kam dann um 6 Uhr und musste dann ganz schoen ins Gaspedal treten, damit wir unseren Bus um 6.10 Uhr noch erreichen, was wir Gott sei Dank grad noch getan haben. Auch bei den Ueberlandbussen wird das mit den Passagieren uebrigens so gehandhabt wie bei den Daladalas, d.h. es werden so viele Personen wie moeglich mitgenommen, auch wenn sie dann stehen muessen. Wir haben zwar auch diesmal viel gehalten, aber der Fahrer war zwischen den Halten um einiges schneller, weswegen wir dann auch nur 6 Stunden bis nach Moshi gebraucht haben. Meinem Magen hat diese rasante Fahrt allerdings nicht gut getan. Wir waren dann noch zusammen in Moshi Mittagessen und ich hab keinen Bissen runtergebracht. Adelina hat dann auch in der Arbeit angerufen, ich musste also nicht unterrichten.Meine Schueler waren wohl sehr enttaeuscht. Aber ich bin heimgekommen,hab mich hingelegt und bis abends geschlafen. Dann ging es Gott sei Dank wieder.

Momentan haben wir richtig oft mit Stromausfaellen zu kaempfen, Dienstag und Mittwoch hatten wir nachmittags keinen Strom, was bedeutete, dass ich nicht unterrichten konnte. Gestern ging der Strom dann Gott sei Dank wieder und ich hab eine extralange Unterrichtsstunde gehalten. Heute ist Freitag und ein muslimischer Feiertag, weswegen die Schulen geschlossen sind. Meine Woche war also sehr minimiert. Dienstag und Mittwoch war ich dann zwar in der Schule, aber eben nicht so lang, weil kein Unterricht stattgefunden hat.

Ich muss uebrigens auch nochmal Werbung machen fuer meinen Videoblog, einfach oben in der Leiste auf “Videotagebuch” klicken.
So, jetzt seid ihr wieder auf dem aktuellen Stand.

Liebe Gruesse an alle,

Kathi

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