Weihnachten und die große Party :)

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Mambo,

So mal wieder ein Blogeintrag. Da ich noch garnichts zu Weihnachten und der großen Party zur Erstkommunion meines Gastbruders geschrieben habe, hole ich das jetzt mal nach.

Weihnachten war irgendwie mega komisch. Heiligabend wurde garnicht gefeiert und da hab ich mich nachmittags auch noch mit einer Freundin getroffen. Und abends dann mit meinen Eltern telefoniert relativ lange. Und auch der 25. Dezember war komisch. Vormittags waren wir in der Messe. Die fand ich im übrigens nicht so festlich wie bei uns daheim. Eine schöne Geste war, dass jeder zur Krippe vor ist und das Jesuskind begrüßt hat und ein Geschenk (eine kleine Geldspende) gegeben hat. Ansonsten war es nicht so festlich wie bei uns. Das einzige Lied, was ich kannte war Gloria In Excelcis Deo am Schluss. Nach dem Gottesdienst sind wir heimgefahren und bald gab es dann auch Mittagessen. Das war wirklich ein Festmahl. Es gab nyama na kuku choma. Also gebratene Fleisch- und Hähnchenstücke mit Chips und wali (Reis). Das gibt’s sonst nie (also nyama na kuku choma). Und es gab außerdem Soda zum Essen. Nach dem Essen hat sich meine Gastmutter in ihr Zimmer zurückgezogen und ich hab mit den Jungs Filme geschaut. Als ich in der Dusche war am späten Nachmittag, ist meine Gastmutter mit meinen Gastgeschwister weggefahren und erst irgendwann nachts, als ich schon geschlafen habe, wieder heimgekommen. Fand ich sehr schade, das sie einfach gefahren sind, ohne einen Pieps zu sagen. Meinen Gastvater habe ich garnicht zu Gesicht bekommen, der war den ganzen Tag irgendwo mit Freunden unterwegs. In der Arbeit haben sie auch Weihnachten gefeiert und ich habe mich sehr geärgert, dass ich da nicht hin bin dann. Aber nun gut, war halt dann kein so tolles Weihnachten für mich.

Weihnachten ist hier generell aber nicht so groß und wichtig wie bei uns zuhause. Bei meiner Familie gab es keinen Weihnachtsbaum bzw. auch sonst keine Deko, keine vorweihnachtliche Vorbereitung, keine Geschenke, kein gemütliches Beisammensitzen. Also so ganz anders als bei uns.

Dafür war dann die Party anlässlich der Erstkommunion meines kleinen Gastbruders DIE Megaparty des Jahres. Es kamen ca. 100 Gäste. Im Garten wurden ganz viele Tische aufgebaut und geschmückt, eigentlich wie bei einer Hochzeit. Es gab ganz viel Programm. Lucas (mein Gastbruder) saß am high-table mit ein paar seiner Freunde. Er musste mit einem seiner Freunde, der auch die Erstkommunion bekommen hatte, mit Champagner anstoßen, seine Eltern und Geschwister mit Kuchen füttern, das Tanzparkett eröffnen. Also alles, was bei uns eigentlich eher bei einer Hochzeitsfeier findet als bei einer Party zur Erstkommunion. Ich erinnere mich, dass ich damals mit meiner Familie nur Mittags essen gegangen bin. Aber feiern können die Tansanier generell sehr gut und bei meiner Familie war das definitiv auch ein Prestige-Ding. Ich hatte mir auch extra ein schickes Kleid nähen lassen und meine Gastmutter wollte unbedingt, dass ich hohe Schuhe trage. Gut, also hab ich mir auch hohe Schuhe gekauft. Es war schon echt der Wahnsinn, ich will nicht wissen, was das alles gekostet hat. Das Essen, das von einem Restaurant gekocht wurde und auch echt lecker war. Die Getränke, vorallem der Alkohol: Wein (der hier echt teuer ist), Unmengen an Bier und ganz viel Schnaps, von dem der wenigsten der einheimische Konyiagi war, sondern da war auch viel teures importiertes Zeug dabei. Die Deko hat bestimmt auch mega viel gekostet. Ich hoffe, ich schaffe es, Fotos und Videos hochzuladen, wenn es nicht sofort klappt, wird es nachgeliefert, versprochen. Das muss man nämlich einfach gesehen haben. Die Party war zwar wirklich früh vorbei, denn um halb 1 sind die letzten Gäste schon wieder gegangen. Aber ich saß mit meinen Gasteltern und einer Schwester meines Gastvaters noch ewig im Garten, bis 4 Uhr glaube ich, um die Arbeiter, die da noch aufgeräumt haben, zu beaufsichtigen. Es war auf jeden Fall eine tolle Party, denn feiern können die Tansanier wirklich!

Tischanordnung im Garten :)

Tischanordnung im Garten 🙂

Die Kuchen für meinen Gastbruder

Die Kuchen für meinen Gastbruder

Gäste tanzen

Gäste tanzen

Blumengesteck am Tisch

Blumengesteck am Tisch

Mein Kleid, welches ich mir extra für die Party schneidern hab lassen :)

Mein Kleid, welches ich mir extra für die Party schneidern hab lassen 🙂


Silvester war dann garnicht spektakulär, die meisten anderen Volunteers waren ausgeflogen und meine halbe Gastfamilie war krank. Da ich keine Lust hatte, als weißes Mädl allein wegzugehen hier, bin ich daheim geblieben und hab mit meiner Gastfamilie einen ruhigen Abend verbracht. Die meisten Familienmitglieder sind sogar vor Mitternacht ins Bett gegangen.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
Kathi

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