Good Hope – Meine Arbeitsstelle

Standard

Soo, jetzt kommt der Beitrag über meine Arbeitsstätte, nämlich GOOD HOPE.

Good Hope wurde im Oktober 2011 von den drei tansanischen Frauen Oliver, Asia und Khadija und dem Schüler Yona gegründet.

Oliver ist die Sozialarbeiterin des Teams und macht in der Regel regelmäßig Hausbesuche bei Kranken, die HIV/AIDS oder andere Krankheiten haben, redet mit ihnen, macht (körperliche) Übungen mit ihnen und ist einfach für sie da.

Oliver mit Schülern.

Oliver mit Schülern.

Asia ist unsere Schneiderin und schneidert Taschen, kleine Täschchen und auf Wunsch auch Kleidung. 🙂

Asia :)

Asia 🙂

Khadija ist die gute Seele Good Hopes. Sie macht, wie alle anderen auch, cultural material, was zum Verkauf angeboten wird (u.a. Ketten, Armbänder und auch die Taschen und so von Asia).

Khadija mit Schülern

Khadija mit Schülern

Yona war zur Zeit der Gründung noch Schüler und unterrichtet momentan vorwiegend mit mir zusammen.

Yona beim fleissig sein :)

Yona beim fleissig sein 🙂

Momentan arbeiten alle vier auf freiwilliger Basis, d.h. sie bekommen kein Geld für ihre Arbeit. Das ist hier in Tansania sehr, sehr selten, weil natürlich generell eher weniger Geld vorhanden ist.
Meine Hauptaufgabe bei Good Hope ist das Unterrichten. Der Unterricht beginnt offiziell um 9 Uhr, momentan wirds aber immer ein bissl später, weil die Schüler immer ganz schön trödeln und auch eher zu spät kommen als zu früh bzw. mit vier von 15 Schülern brauche ich eigentlich auch nicht anfangen, wenn die anderen 15 Minuten später eintrudeln. Unsere Schüler sind übrigens Kinder, die entweder den Test nach der Grundschule (die hier 7 Jahre lang dauert) nicht geschafft haben und somit nicht weiter auf eine staatliche weiterführende Schule gehen können oder die den Test zwar geschafft haben, aber dieser verjährt ist (man muss gleich im kommenden Schuljahr mit der Secondary School anfangen) oder deren Eltern schlicht die Schulgebühren nicht zahlen können.

Noch bis vor ein paar Wochen hatten wir relativ viele Schüler und haben diese dann auch in zwei Klassen aufgeteilt – die besseren und die schlechteren. Mittlerweile haben wir aber nur noch wenige Schüler (zwischen acht und 16, je nachdem, wer gerade keine Lust hat/daheim mithelfen muss und deswegen nicht kommt) und haben die Klassen jetzt zusammengeschmissen, vor allem auch, da jetzt gerade nur noch Yona und ich da sind zum Unterrichten.Wir haben 2 Klassenzimmer und ein „mobiles Klassenzimmer“ draußen, sprich, es wird einfach draußen im Schatten eine Tafel aufgestellt und dort unterrichtet. Das ist zwar momentan mit der Regenzeit eher ungünstig, aber da wir eh so wenige Schüler haben, ist das auch kein Problem. Momentan ist es so, dass ich Mathe unterrichte und Yona Englisch macht. Aber vorher habe ich auch beides gemacht.

Meistens unterrichten wir bis 10.30Uhr und dann ist eine halbe Stunde Pause, bevor es dann mit einer weiteren 1 ½ stündigen Unterrichtsstunde weitergeht. Bevor ich zu Good Hope kam, gab es eigentlich nur Englischunterricht, ich habe dann aber auch angefangen, Mathe zu unterrichten und es macht mir sehr viel Spaß und ist irgendwie viel einfacher als Englisch zu unterrichten, weil nicht so viel aufeinander aufbaut. Die Schüler vergessen nämlich leider recht schnell gelernte Sachen wieder und immer wieder von vorne anzufangen, ist auch nervig. Vor allem baut bei Sprachen ja doch einiges aufeinander auf und wenn sie das nicht behalten, sondern immer wieder vergessen, werden sie nie richtig Englisch sprechen. Das ist manchmal einfach sehr frustrierend. Deswegen geb ich das momentan auch an Yona ab, weil der auch immer alles übersetzen kann und auch viel besser weiß, wo die Unterschiede zwischen Kiswahili und Englisch liegen und dann auch eher weiß, warum die Schüler diese Fehler so häufig machen.

Freitag gehen wir mit den Schülern mal mehr, mal weniger regelmäßig (momentan aufgrund der Regenzeit weniger) nach der Pause auf den Fußballplatz zum Fußballspielen. Das ist auch immer echt schön. 🙂

Der Unterricht geht, je nachdem, wer unterrichtet bzw. auch, was so geplant ist, bis zwischen 12.15 Uhr und 12.45Uhr. Danach gibt es meistens erstmal eine kurze Verschnaufpause und dann wird oft eingekauft und zusammen gekocht und gegessen. Das nimmt schon immer sehr viel Zeit weg, meistens wird es dann auch mindestens 16 Uhr, bis wir essen. Das gibt mir aber auch Gelegenheit, meine afrikanischen Kochkünste zu erweitern. 😉

Wenn Mittags noch etwas ansteht, was wir besprechen müssen, wird das natürlich auch getan, noch bevor gekocht wird bzw. wenn sich das lange hinzieht, werden einfach auch nur Chapatti (ähnlich wie Pfannkuchen) und Bohnen geholt. Geht schneller. Manchmal haben wir Volunteers aber auch keine Lust oder Zeit, bei Good Hope zu kochen und gehen Mittags nach Hause. Apropos nach Hause gehen, das machen wir meistens so zwischen 13 Uhr und 17 Uhr. 🙂

Good Hope ist echt eine richtige Familie und ich bin so froh, dort gelandet zu sein, weil die Arbeit dort einfach auch super Spaß macht.
So, ich verabschiede mich jetzt dann mal ins Bett. Vorher gibt’s aber noch ein paar Fotos.

Bis bald,
Kathi

Unterricht im großen Klassenzimmer :)

Unterricht im großen Klassenzimmer 🙂

Asia bei der Arbeit

Asia bei der Arbeit

Posing :)

Posing 🙂

Ich mit zwei Schülerinnen.

Ich mit zwei Schülerinnen.

Asia und Oliver.

Asia und Oliver.

Pause - Zeit zum Fußballspielen.

Pause – Zeit zum Fußballspielen.

Yona beim Unterrichten.

Yona beim Unterrichten.

Zweites Klassenzimmer.

Zweites Klassenzimmer.

Unser kleiner Laden.

Unser kleiner Laden.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s