Die letzten 2 Wochen sind angebrochen…

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Hallo meine Lieben,

So,meine Eltern sind jetzt seit 2 Wochen wieder in Deutschland und ich dementsprechend seit 2 Wochen wieder hier in Moshi. Das Abschiednehmen war nicht so einfach, obwohl ich sie ja wirklich ganz bald wieder sehe. Mittlerweile bin ich wieder total im Alltag angekommen. Bei Good Hope habe ich jetzt mit Yona die Anfängerklasse übernommen, sprich die Schüler, die wirklich anfangs gar kein Englisch konnten. Die meisten der Schüler sind auch noch nicht lange bei Good Hope. Yona hat vor 4 Wochen mit dieser Klasse angefangen und vor 2 Wochen bin ich dann mit eingestiegen.

Und es ist wirklich der Wahnsinn, wie schnell sich die Kids verbessert haben. Mittlerweile haben sie 3 Zeiten gelernt: present progressive, will- future und simple past. Letzteres wurde letzte Woche eingeführt und bereitet noch ein bisschen Schwierigkeiten.

Es wird wirklich viel in relativ kurzem Zeitraum gemacht, aber Yona wird ca. eine Woche nach mir (also in 3 Wochen ca.) auch Moshi verlassen, um zu studieren und wir wollen die Klasse bis dahin auf einen guten Stand bringen.

Außerdem lernen sie unheimlich gerne und sind sehr wissbegierig. Während die Schüler der anderen Klasse mittags oft meckern, dass sie Hunger haben und Mathe für sie zu anstrengend ist gerade, gibt es das in dieser Klasse garnicht. Dadurch macht es echt Spaß, in dieser Klasse zu unterrichten. Zudem sieht man den Fortschritt ziemlich schnell und auch das ist sehr schön zu sehen. Ich werde euch mal ein paar Fotos und Videos anhängen. Am Freitag haben wir 2 amerikanische Volunteers von CCS verabschiedet, die nur 2 Wochen da waren und die Kids singen dann immer Abschiedslieder und ich wurde richtig, richtig traurig. Ich weiß jetzt schon, dass ich an meinem letzten Tag Bäche heulen werde.

Außerdem war ich in meiner ersten Woche zurück bei Good Hope noch einmal bei Jumanne ( was übrigens Dienstag heißt), einem Patienten, bei dem wir regelmäßig Hausbesuche machen und der sowohl HIV positiv ist als auch Syphyllis hat. Im Mai/Juni wurden leider aufgrund von Zeitproblemen kaum home-visits gemacht und seine Gesundheit hat sich dadurch wieder recht verschlechtert. In letzter Zeit waren die anderen aber fast täglich bei ihm und dadurch hat sich seine Situation wieder richtig verbessert, mittlerweile kann man mit ihm auch wieder raus gehen und draussen Übungen machen, mit Krücken und auch ohne. Leider ist Jumanne so geschwächt, dass er nicht selbst gehen kann. Eigentlich müsste man echt jeden Tag zu ihm gehen und Übungen machen, da er sich alleine natürlich nicht so sehr fordert. Wer macht das schon. 😉 Ich mag Jumanne total gerne und alle sind dort immer mega herzlich, wenn man kommt. Leider war ich nicht so wahnsinnig oft auf home-visits bisher, weil ich eigentlich immer unterrichte.

Ansonsten geht meine Zeit hier jetzt wirklich richtig schnell vorbei, in 2 Wochen habe ich meinen ersten Tag in Deutschland schon wieder rum. Ich kann es mir wirklich noch nicht vorstellen und glaube, ich bekomme einen ganz schönen rückwärtigen Kulturschock wieder! Momentan verbringe ich meine Zeit bei Good Hope oder mit Yona. Wenn ich mal ein bisschen Zeit alleine habe, gehe ich shoppen. Ich kann mich hier wirklich nicht sattkaufen gerade. FlipFlops, Stoffe, Taschen, Mitbringsel. Alles. Ich habe auch nochmal einiges bei einer Schneiderin in Auftrag gegeben.

Die meisten Volunteers, die gerade hier sind, kenne ich garnicht. Da ich ja auch viel unterwegs war n letzter Zeit ( bis vor 2 Wochen mit meinen Eltern für fast 3 Wochen, davor war ich 3 Wochen in Moshi und davor mehr oder minder auch 4 Wochen unterwegs), kenne ich auch viele, die jetzt doch schon länger da sind, nicht so gut. Und wie gesagt, eigentlich verbringe ich meine gesamte wenige verbleibende Zeit in der Arbeit und mit meinem Freund.

Da ich grad garnicht mehr weiß, was ich noch schreiben soll, gibt’s jetzt noch ein paar Videos und Fotos und damit verabschiede ich mich dann bis zum nächsten Mal!

Baadae, Kathi

Kleine Info zu den Videos: Die Schüler müssen am Ende fast jedes Tages entweder einen improvisierten Dialog aufführen, in dem sie sich gegenseitig Fragen stellen oder einen Freestyle alleine machen: sich vor die Klasse hinstellen, ein bisschen sich vorstellen und sich dann mit Fragen bombadieren lassen. Von beidem habe ich an unterschiedlichen Tagen Videos gemacht. Und es ist echt erstaunlich, da echt so gut wie alle Schüler vorher kein Wort Englisch konnten. Das dritte Video ist ein Ausschnitt aus einer Unterrichtsstunde.

Fotos:

Verschönerung des Klassenzimmers mit Steckbriefen.

Verschönerung des Klassenzimmers mit Steckbriefen.

Yona beim Unterrichten.

Yona beim Unterrichten.

Same.

Same.

Ich mit der Anfängerklasse.

Ich mit der Anfängerklasse.

Yona mit der Anfängerklasse.

Yona mit der Anfängerklasse.

Unterricht.

Unterricht.

Die Schüler fleißig am Lernen.

Die Schüler fleißig am Lernen.

Jumanne bei einer Übung.

Jumanne bei einer Übung.

Pause.

Pause.

Mit den Krücken alleine stehen. :)

Mit den Krücken alleine stehen. 🙂

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